11.Sept.2001: Eine Stunde nach den Terroranschlägen erteilt US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld seinem Stab im Pentagon die Order, vorrangig alle jene Spuren zu sammeln, die irgendwie in Richtung Irak zeigen.
17.Sept: Bereits sechs Tage nach den Terroranschlägen gibt Rumsfeld den Befehl zur Planung des Krieges gegen den Irak. Offensichtlich ist man in der Bush-Regierung der Meinung, dass sich bis zur Finalisierung der Pläne eine Rechtfertigung für den Krieg schon finden lassen würde.
Oktober: Seit Beginn der Angriffe auf Afghanistan im Rahmen der Operation "Enduring Freedom" befinden sich die USA im permanenten Krieg
Januar 2002: Bush brandmarkt in seiner "Rede zur Lage der Nation" den Irak zusammen mit Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen"
5.Juli: Die New York Times veröffentlicht ein Bericht, in dem die Planungen des Pentagon für einen Krieg gegen den Irak preisgegeben wurden.
9.Sept: Der BND (Bundesnachrichtendienst) bezeichnet den Verdacht des US-Vize-Präsidenten Cheney, dass es enge Verbindungen zwischen Saddam Hussein und al Quaida gegeben habe, als "Wunschdenken" der US-Politik.
12.Sept: Die USA wollen notfalls im Alleingang einen Angriff gegen den Irak starten und bezeichnen die UN als überflüssig.
17.Sept: Naji Sabri unterbreitet das Angebot, die UN- Waffeninspekteure ohne Bedingungen ins Land zu lassen, um "jegliche Zweifel auszuräumen, dass der Irak nicht mehr über Massenvernichtungswaffen verfügt'".
19.Sept: Bush fordert vom US-Kongress eine Entschließung, die ihm freie Hand für einen Angriff auf den Irak geben soll.
24.Sept: Tony Blair legt ein Dossier vor, das die Bedrohung von Seiten des Iraks nachweisen soll. Die "Gefahr der Untätigkeit" sei "größer als die der Aktion."
13.Nov: Der Irak akzeptiert die Sicherheitsresolution 1441 "bedingungslos".
27.Nov: UNMOVIC nimmt offiziell seine Arbeit im Irak auf, um Massenvernichtungswaffen zu suchen.
20.Nov: Auf dem NATO Gipfel in Prag ruft Bush die Verbündeten auf, im Fall eines Irak-Krieges "Hilfe" zu leisten.
9.Dez: beginnen Experten der UN und IAEA mit der Auswertung des irakischen Dossiers zu den Waffenprogrammen des Irak.
9Jan.2003: Chirac bekräftigt die grundsätzliche Ablehnung seines Landes gegen eine Militäraktion im Irak.
22.Jan: Rumsfeld greift die Regierung von Frankreich und Deutschland wegen ihrer Haltung in der Irak-Frage an und spricht vom "alten Europa".
27.Jan: Zur Enttäuschung der US-Administration gibt der Bericht der UN-Waffeninspekteure an den Sicherheitsrat keinen Anlass zu irgendwelchen militärischen Reaktionen. Hans Blix weist zwar auf Lücken und Ungereimtheiten hin, betont aber die Notwendigkeit für eine Verlängerung der UN-Mission im Irak.
28.Jan: Bush schwört die Bevölkerung seines Landes auf einen Krieg gegen den Irak ein. Notfalls werde ein Angriff auch ohne Unterstützung der Vereinten Nationen geführt werden, sagte Bush.
Seit dem 15.Feb: Mehrere Millionen Menschen demonstrieren weltweit gegen den Krieg.
20.März 2003 Die USA überfallen, gegen den Willen des UN-Sicherheitsrates, den Irak.
Quelle: "Bomben auf Bagdad", Hsg:Rüdiger Göbel, Kai Homilius Verlag